Mauritius - ein Land voller Schönheit
und Kontraste - für weit mehr als "nur"
einen Surfurlaub geeignet.
Die traumhafte Insel im Indischen
Ozean bietet 160 Kilometer zauberhafte Strände,
eine hervorragende Hotelerie, beste Sportmöglichkeiten
und besonders liebenswerte Menschen. Mauritius
ist eine Insel vulkanischen Ursprungs und ca.
10 Millionen Jahre alt. Die 330 km Küstenlinie
sind fast komplett von einem der größten
ungebrochenen Korallenriffe der Welt umgeben.
Die unterschiedlichsten Kulturen hatten jahrelang
Einfluss auf Mauritius, wodurch eine eigenständige
Kultur aus einem Völkergemisch aus Asien,
Afrika und Europa entstand. Aber von den einzelnen
Volksgruppen werden auch nach Generationen noch
die ursprünglichen ureigenen Traditionen
gepflegt, ob indischer Tanz oder klassisches Ballett,
chinesische Oper oder Sega, französische
Literatur oder afrikanische Sagen. Geschichte:
Mauritius war arabischen Händlern schon früh
bekannt, aber die ersten Besucher aus Europa waren
die Portugiesen, die hier 1510 landeten. Sie benutzen
die Insel als Zwischenstop auf dem Weg nach Indien
und Malaysia, aber besiedelten sie nicht. Die
ersten Siedler waren die Holländer, die die
Insel nach dem Prince Maurice von Nassau Mauritius
benannten. Sie führten Zuckerohr, asiatische
Sklaven und eine Herde Rotwild aus Java ein. Leider
sollen sie auch für die Zerstörung der
riesigen Ebenholzwälder und die Ausrottung
des Riesenvogels Dodo verantwortlich sein. Sie
verliessen die Insel im Jahre 1710. Die Franzosen
besetzten die Insel zwischen 1715 und 1810 und
nannten sie Isle de France. Viele Plätze
und Sehenwürdigkeiten erinnern an diese Periode.
1810 übernahmen die Briten die Kontrolle
und änderten den Namen zurück auf Mauritius.
Nach Abschaffung der Skalverei wurden sehr viele
Chinesische und Indische Arbeiter ins Land geholt,
gefolgt von Händlern derselben Länder.
Mauritius wurde 1868 unabhängig und ist seitdem
eine unabhängige Nation im British Commonwealth.
Am 12. März 1992 wurde Mauritius zur Republik.
Die Republik Mauritius liegt auf der Südhalbkugel
im Indischen Ozean etwa 850 km vor der Ostküste
Madagaskars bzw. 1800 km vor der Festlandsküste
Südostafrikas. Sie setzt sich aus der Hauptinsel
Mauritius, der Nebeninsel Rodrigues, sowie mehreren
kleineren Inseln zusammen.
Die Jahreszeiten sind den europäischen umgekehrt.
In Mauritius herrscht Seeklima vor, von November
bis April, im mauretanischen Sommer ist es tropisch,
im Winter von Mai bis Oktober subtropisch. Unter
dem Einfluß des Südost- Passats erhält
die Ostseite 1500-4000mm, die Westseite im Schatten
der Gebirge dagegen nur 800 mm Niederschlag pro
Jahr, welcher von Januar bis Mai besonders ergiebig
ist. Eine Trockenzeit gibt es nicht. Je nach Höhenlage
liegen die mittleren Temperaturen zwischen 25
und 19°C, an der Küste im Februar bis
35°C. Zwischen Januar und März herrschen
Wirbelstürme vor. Beste Reisezeit: Die beste
Zeit zum Reisen ist Ende März bis Mitte Juni
und September - November. Die Insel ist allerdings
absolute Ganzjahresdestination, diese Monate sind
lediglich die besonders schönen.
HIV / Aids ist weltweit präsent. Die Infektion
kann auch in diesem Lande ein Problem und eine
Gefahr für alle sein, die Infektionsrisiken
eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder
Kanülen und Bluttransfusionen können
ein erhebliches lebensgefährliches Risiko
bergen.
Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken
(nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes)
und Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz,
bedeckende Kleidung, Verhalten) können Durchfall
und andere Infektionserkrankungen vermieden werden.
Die Medizinische Versorgung im Lande ist relativ
gut, kann aber in der Peripherie im Einzelfall
gelegentlich technisch, apparativ und/ oder hygienisch
problematisch sein. Ein ausreichender, weltweit
gültiger Krankenversicherungsschutz und eine
zuverlässige Reiserückholversicherung
sind jedenfalls empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke
sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen
entsprechend geschützt werden (Kühlkette?).
Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen
Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Port Louis Die Lage der Inselhauptstadt am einzigen
Naturhafen der Insel, von einer eindrucksvollen
Gebirgskulisse vor widrigen Winden geschützt,
ist malerisch. Elegante Kolonialbauten, moderne
Betonklötze, viktorianische Lagerhäuser,
armselige Hütten, dazu Kirchen, Tempel und
Moscheen prägen das vielseitige Bild der
Stadt. An der palmenumsäumten Place d'Armes
erhebt sich der 1736 erbaute Regierungspalast,
nahe bei dem Stadtmuseum, in dem man alles über
die vorhandene wie die ausgerottete Tier- und
Pflanzenwelt der Insel erfährt. Auch die
Besichtigung der anglikanischen St. James-Kathedrale
von 1828 sowie des alten Hindu-Tempels Shree Vishnu
Kchetra lohnen sich. Auf dem bunten Zentralmarkt
gibt es die erstaunlichsten Gewürze und Kräuterheiler,
die gegen jedes Wehweh ein Mittel kennen.
Es wäre schade, Mauritius nur als Ziel für
einen Badeurlaub anzusehen. Trotzdem kommt man
aber zum Relaxen hierher und dazu tragen auch
die zahlreichen Strände bei. Sie bieten hellen
Sand, kristallklares Wasser, grüne, schattenspendende
Filaohaine und eine vielfältige Unterwasserwelt.
Alle Strände sind öffentlich auch vor
den Hotels, das ist sogar gesetzlich verankert.
So mischen sich, vor allem an den Wochenenden,
Einheimische mit Touristen. Der größte
Teil der Insel wird vom üppigen Grün
der Zuckerrohrfelder und Bananenplantagen beherrscht,
aus derem Inneren vulkanische Bergmassive mit
versteckten Wasserfällen und Seen emporragen.
Eine folkloristische Spezialität von Mauritius
ist der "Sega", ein mitreißender,
sehr erotischer Tanz, dessen Musik erkennbar afrikanischen
Ursprungs ist. Die von Schlägen auf allerlei
trommelartige Instrumente begleitete Musik reicht
zurück in die Sklavenzeit im 18. Jh.. Professionelle
Tanzgruppen führen Sega-Tanzspektakel in
den Hotelanlagen auf. "Thaipoosam Cavadee"
(Ende Januar/Anfang Februar) umfasst eine farbenprächtige,
wenn auch etwas gruselige Prozession, wobei die
tamilischen Gläubigen den Cavadee, ein hölzernes
Joch, an dessen Enden je ein Topf Milch hängt,
auf den Schultern tragen. Die Teilnehmer, die
zehn Tage lang gefastet haben, sind in einer Art
Trance, ihre Körper oft von silbernen Nadeln,
Haken oder Spießen durchbohrt. "Maha
Shivaratree" (Februar oder März) ist
eines der größten Hindu-Feste. Tausende
von Pilgern, alle in weiß und mit dem Kanwar,
einem bunt geschmückten Bambusbogen auf den
Schultern, prozessieren zum Grand Bassin, einem
See im Hochland des Südens, um heiliges Wasser
zu schöpfen. Vor dem Heimgang werden am Seeufer
Rituale mit Räucherstäbchen, Gebeten
und Speisen absolviert. Beim Chinesischen Drachenfest
(Datum von Gegend zu Gegend verschieden), einem
sehr farbenfrohen, lauten Fest, bewegt sich ein
riesiger feuerspeiender Drachen durch die Straßen.
"Holi" (im März) ist ein indisches
Freudenfest, bei dem man sich mit gefärbtem
Wasser bespritzt und mit buntem Puder bestreut.
"Teemeedee" (mehrmals im Jahr an verschiedenen
Orten) zeigt Prozessionen tamilischer Gläubiger,
die sich allerlei Selbstkasteiungen unterziehen.
Höhepunkt ist das Barfußlaufen über
glühende Kohlen.
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